Bitcoin mining leicht gemacht

Wer kann heutzutage noch von sich behaupten noch nie von Bitcoins gehört zu haben. Dadurch das Untergrundplattformen ala Silkroad als auch größere Firmen das Bezahlmittel zulassen oder gedenken es zuzulassen, berichten auch Medien immer mehr über die digitale Währung und wie schnell deren Kurs steigt oder fällt. Um Bitcoins zu besitzen kann man diese durch Bargeld eintauschen oder man kann Bitcoins minen. Auch ich habe mich ein wenig mit dem neuen Goldrausch des Minigs beschäftigt und mir ein wenig Spezialhardware angeschafft um einmal einen Einblick in das System zu bekommen.

Dieser Artikel ist auf keinen Fall eine Beschreibung wie Bitcoins funktionieren oder wie eine Mining Software funktioniert davon gibt es genug im Netz zu finden. Ich möchte damit lediglich zeigen wie einfach und schnell man einen Miner aufsetzt um Bitcoins zu schürfen.

Zuerst benötigt man ein Botcoin wallet damit man einmal eine Bitcoin-adresse besitzt auf welche man später seine Bitcoins verwaltet. Dazu gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder man benutzt das Gui von Bitcoin direkt (Bitcoin-qt), und erstellt sich lokal auf seinem PC ein Wallet oder man benutzt einen Online-Wallet Dienst wie Blockchain. Beides hat vor und Nachteile. Die lokale Version ermöglicht es mir das Wallet zu sichern, beim Onlinedienst bin ich von der Plattform abhängig die mir das Wallet zur Verfügung stellt. Das lokale Wallet benötigt jedoch immer die komplette Blockchain somit dauert das synchronisieren mit dem Netzwerk mehrere Stunden um synchron zu sein was mann wiederrum bei einem Onlinedienst nicht hat.

bitcoin_minerBeim Mining geht es darum möglichst viele Hashes pro Sekunde zu berechnen. In den Anfangszeiten von Bitcoin wurde das mit Grafikkarten GPUs gemacht, heutzutage gibt es Spezialhardware die genau das eine macht und das verdammt schnell. Es kommt auch laufend neue Hardware heraus die immer schneller ist und mehr Berechnungen zulässt und die Hersteller dieser Hardware lassen sich diese auch ordentlich zahlen. Um bei den Top-Produkten mithalten zu können muss man schon einmal einige tausend Euro locker machen. Ich habe hier zum Herumspielen 4 Block Erupter Asic Miner wobei jeder 330 MH/s lösen kann ergibt 1,35 GH/s in Summe. Viele die das nun lesen werden sich denken was für eine veraltete Hardware und ja das stimmt, jedoch als ich diese vor einem halben Jahr gekauft habe ware die noch topaktuell.
Die Software ist ebenfalls wichtig um nun endlich Bitcoins zu erwirtschaften. Miner Software wie cgminer oder bfgminer werden regelmäßig an neue Hardware angepasst. Diese Tools sind jedoch nicht leicht zu konfigurieren. Abhilfe schafft hier eine Spezielle Linux-Distro speziell für den Raspberry Pi : Minepeon

Einfacher gehts nicht, Minepeon Image auf eine SD-Karte installieren und konfigurieren mit seiner Wallet-Adresse. MiningPool eintragen (z.B. bitcoinz.cz aka Slush Pool) Hardware einstecken und los gehts. Wichtig bei den USB-Miner ist auch noch der USB-Hub der stark genug sein muss um alle 4 zu versorgen. Hier mein Setup:

IMG_0569

Wie man auf dem Bild sieht ist unten der Raspberry Pi mit Minepeon, darauf der USB Hub mit den ASIC Minern. Da diese ganz schön warm werden muss man dazu auch noch einen USB Lüfter betreiben.

Minepeon stellt zur Übersicht auch noch ein nettes Webinterface zur Verfügung:

minepeon_web

Und das wars auch schon, zurücklehnen und Bitcoins verdienen – oder doch nicht?
Leider nein, zwar ist nun alles richtig aufgesetzt und nach einigen Tagen kommen auch schon die ersten Auszahlungen aus dem Pool, jeodch sollte man sich keinen Geldregen erhoffen. Ich selbst habe nun diese Hardware bereits mehrere Monate laufen und habe damit noch nicht einmal die Kosten der Harware erwirtschaftet, Stromkosten noch nicht miteinberechnet. Auch das steigende Interesse an Bitcoins hat zur Folge das viele Leute nun minen und dadurch die Schwierigkeit der Berechnung steigt. Daraus ergibt sich ein Wettrüsten in Hardware wo einfache Leute nur schwer mithalten können. Ebenfalls bedenklich sind die extremen Kursschwankungen welche die Währung hinlegt. Meist scheint es das eine Berichterstattung, sei es positiv oder negativ einen direkten Einfluss auf den Kurs hat.

Mein Resümee aus dem Ganzen ist das die Idee einer digitalen Währung nun angekommen ist und das System recht durchdacht und interessant ist. Ob es sich jedoch auf dauer durchsetzen wird und der Kurs stabil bleibt ist fraglich. In Sachen minig war es interessant einen Einblick zu bekommen wie Transaktionen funktionieren, jedoch ist es eine kostspielige Angelegenheit um wirklich Geld damit zu verdienen.

 

1 Antwort
  1. jakob
    jakob sagte:

    Auf den ersten Blick scheint tatsächlich alles sehr durchdacht zu sein, aber ich kann mir auch sehr schwer vorstellen, dass sich das ganze tatsächlich auch auf Dauer auf den Markt halten wird, zumal Schlagzeilen, wie es die über die Börsenplattform Mt. Gox bereits gab, nicht dazu beitragen, dass das Vertrauen darin ansteigt.

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