CDs von der Command Line rippen unter Ubuntu 12.04

Diese Anleitung beschäftigt sich mit dem Rippen von Audio CDs unter Ubuntu 12.04 mit ripit,cdparanoia und lame.

Wenn man wie ich noch eine relativ große CD-Sammlung besitzt und sich Entscheidet diese zu digitalisieren, findet man im Internet eine Vielzahl an Tools. Für jede Plattform gibts ein Tool, meist kostenpflichtig meist frei verfügbar. Natürlich möchte ich in meinem Fall die Files gleich auf meinem Homeserver rippen und richtig in mein Archiv einfügen. Dazu konnte ripit finden.

ripit ist ein kleines Perl-Script das wunderbar mit cdparanoia und lame zusammenspielt. Per default wird cdparanoia verwendet, jedoch können auch andere Tools verwendet werden. Das Gleiche bei der Komprimierung, neben lame kann man genauso andere encoder verwenden, siehe manpage von riptit.

Los gehts´, zuerst installieren wir alle nötigen tools:

sudo apt-get install lame ripit cdparanoia

Wenn noch kein Perl installiert ist, kann das schon eine paar Minuten dauern, zurücklehen und abwarten.

Dann einfach mal eine CD einlegen und von der Command Line ripit starten. Im Standardverhalten ließt ripit die CD aus und zeigt aus der freedb.org Interpret und Albumtitel an wenn verfügbar. In diesem Modus muss man auf der Commandline nun noch das zutreffende auswählen und bestätigen. Im nächsten Schritt wird nun noch angeboten einen neuen freedb.org EIntrag zu schrieben, was wir in unserem Fall aber überspringen können. Dann gehts auch schon los, die CD wird gerippt und als MP3 im /home Verzeichnis abgelegt. Auch wird noch eine .m3u Playlist erzeugt, die man aber auch mit Optionen deaktivieren kann.

 Tips und Tricks

Hier noch kurz einige Optionen, die das Arbeiten mit ripit erleichtern.

Wenn man den Menügeführten Modus nicht möchte:

ripit --no-interaction

Um bestimmte Tracks zu rippen :

ripit 1,5,7

Wenn man nun seine Files in ein anderes Directory als ~/ ablegen möchte:

ripit --outputdir "/home/<user>/music"

Per Default speichert ripit ein Verzeichnis mit „Artist – Album“, möchte man nun seine Files jedoch anders organisieren wie z.B. /home/<user>/music/<Artists>/<Album> steht die Option –dirtemplate zur Verfügung die es erlaubt die genannte Struktur zu erstellen. Hier muss man besonders auf die einfachen und doppelten Anführungszeichen achten. Weitere Platzhalter findet man auf der manpage.

ripit --dirtemplate '"$artist/$album"'

ripit kann natürlich auch in anderen Formaten speichern (vorausgesetzt der Encoder ist vorhanden!) unter anderem MP4, Ogg, FLAC, FAAC, WAV. Alle möglich mit der Option –coder gefolgt von der Nummer:

  • 0 (Mp3 – lame, default)
  • 1 (Ogg)
  • 2 (FLAC)
  • 3 (FAAC)
  • 4 (MP4)
  • 6 (WAV)
 ripit --coder=1 #rip in Ogg format

Wenn man sich nun nicht umbedingt bei jeder CD einlesen möchte in die unzähligen Command Line Options, so kann man diese auch bequem in ein Config-File namens config unter ~/.ripit speichern. Als Vorlage dient dazu /etc/ripit/config das per default genommen wird, wenn keines im User-Verzeichnis vorhanden ist. Auch ein indivieduelles Configfile kann mit der Option –config verwendet werden.

 

 

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